Homer und die Ilias
Homer, einer der bekanntesten griechischen Dichter der Antike, lebte vermutlich im 8. Jahrhundert vor Christus in Kleinasien. Berühmt geworden ist er als Verfasser zweier der frühesten Epen, der Ilias und der Odyssee. Sie sind die ersten großen Schriftzeugnisse der griechischen Geschichte.
Die Griechen nannten eine Erzählung in Versform "Epos" (Plural:Epen). Diese Heldenlieder gehörten zu ihrem Leben. Kinder lernten sie in der Schule auswendig.
In der Ilias wird der Trojanische Krieg zwischen Griechen und Trojanern während der Belagerung der Stadt Troja (Ilion) durch das Heer der Griechen von Homer beschrieben.
Er erzählt darin Folgendes:

Vor sehr langer Zeit gab es in der griechischen Stadt Sparta einen König, der hieß Menelaos. Dieser König hatte eine wunderschöne Frau mit dem Namen Helena. Da Helena aber so hübsch war, gefiel sie auch anderen Männern, wie zum Beispiel Paris. Dieser war der Sohn von Priamos, dem König der Stadt Troja. Eines Tages entführte Paris die schöne Helena nach Troja. Dies erzürnte Menelaos sehr und er erklärte Troja, das als unbesiegbar galt, den Krieg.
Nachdem zehn lange Jahre erbittert gekämpft worden war, hatte ein kluger Mann namens Odysseus eine Idee. Man tat so, als würde man aufgeben und ließ ein Pferd aus Holz bauen. Das sollte ein Geschenk an den König von Troja sein, als ein Zeichen der Niederlage. Das Pferd war aber innen hohl und so konnten sich 30 griechische Soldaten im Pferdebauch verstecken. Die anderen Soldaten des griechischen Heeres versteckten sich in den Wäldern.
Als die Trojaner das Pferd sahen und dass die Griechen verschwunden waren, war die Freude groß. Man holte das Pferd in die Stadt und feierte die halbe Nacht. Nachdem aber alle Trojaner ins Bett gegangen waren, krochen die Soldaten aus dem Pferdebauch heraus und öffneten den anderen die Stadttore. So konnten die Griechen Troja erobern und Menelaos bekam seine angebetete Helena zurück.

